Mirella Rusch
 
Fotografie

Über mich

WERDEGANG - KURZ & KNACKIG

* 19.12.1978 in Wien
1986-1997 Schulbesuch, ganz klassis
ch (VS Kierling, BRG Klosterneuburg bis 1997, Matura)
1998-99 "nichts-tun": verschiedene Jobs (u.a. schlechteste Kellnerin der Welt & beste Verkäuferin im Bioladen), einige Reisen (Spanien, Irland, Süd-Frankreich, Italien)
1999-2002: PädAk Wien, Abschluss als "Diplomierte Sonderpädagogin", Schwerpunkt Interkulturelle und Freizeit-Pädagogik
2003-2006: Australien-Aufenthalt (mit meinem Mann Stefan Herzina); Leben und Arbeiten in einer Aborigine-Community auf Yurrwi-Island (Arafura Sea/Arnhem Land) - Aufbau und Leitung der Special Education Section von Milingimbi CEC; Fotografische Dokumentation des Aufenthalts
2006 Geburt unseres Sohnes; Rückkehr nach Österreich
2008 Geburt unserer Tochter; Geringfügige Arbeit in der Suchtenzugs-Vollzugs-Anstalt Favoriten
2009-2020 Arbeit als Sonderpädagogin (Poly WienWest, Privatschule Kreamont, BVL Treustraße); 
2012-2018 Teil der ImproTheater-Gruppe 1stlaic - Neues Bewusstsein über Authentizität, Präsentation & Fehlerkultur; Gestaltung der Homepage www.improcombo.at in Wort und Bild - Foto-Dokumentation von Auftritten sowie Fotografien für die Homepage; Ausflug ins Solo-Kabarett, gecoached von I Stangl - Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen sowie Identität; Foto-Projekt "22,38km"; Beginn nebenberuflicher, fotografischer Tätigkeit mit gleichzeitiger Anmeldung Gewerbe
2018 Auszeichnung / 2.Platz beim Foto-Wettbewerb "Helden & Heldinnen"
2019 Hochzeit mit Stefan :)
2020 Erste Ausstellung #handwerk am Dorfplatz St.Andrä-Wördern
2021 Illustration Tante Tillys Tod
2021/22 Ausbildung zur Mediengestalterin an der LIK Akademie, 1070 Wien
2023 Eröffnung eigenes Fotostudio (Dorfplatz St.Andrä-Wördern ), Relaunch der Homepage


WERDEGANG - DIESMAL AUSFÜHRLICH :)

Wie ich zu meinem Weltbild und der fotografischen Arbeit komme: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Meine Eltern pfleg(t)en beide ein jeweils eigenes, sehr idealistisches Weltbild, mit der permanenten Möglichkeit auf und gelegentlichem Bedarf nach Wundern - meine Mutter hat Umweltschutz, Biolandbau sowie gesunde Ernährung gepredigt und gelebt, als man dafür noch für verrückt erklärt wurde (irgendwann in den tiefen 80ern).
Mein Vater wiederum, ein begnadeter und visionärer Fotograf, hat meinem Bruder und mir erfolgreich vorgegaukelt, sein Fotostudio und Kamera-Ausrüstung wären unser persönlicher Spielplatz. Professionelle Shootings mit Assistenten, Werbe-Grafikern, Produktionsleitern, Make-Up-Artists und Ausstatterinnen waren mir schon als Kind geläufiger als ins Kino zu gehen (ich gebe zu: wir sind praktisch nie ins Kino gegangen). Auch (als Model) vor der Kamera zu stehen war eine frühe und wiederkehrende Erfahrung. Und das übrigens, obwohl ich weder eine klassische Schönheit noch fotogen bin.

Im Alter von 9 Jahren durfte ich eigenständig und -verantwortlich auf dem Urlaub die Profikamera benutzen, meine geliebte Canon F1. Ob mein Vater mir damals schon ISO, Blende und Verschlusszeit erklärt hat, das weiß ich nicht mehr. Nur dass ich das alles schon sehr früh von ihm gelernt habe, das kann ich mich erinnern.

Die Dunkelkammer durfte ich ab meiner Jugend im Alleingang bedienen. Noch immer kann ich mir den Geruch der Entwickler-Chemikalien in Erinnerung rufen, die Stille und Zeitlosigkeit in diesem dunklen Raum. Nur von einer einzigen roten Lampe "beleuchtet". Den magischen Moment, in dem auf dem leeren Fotopapier plötzlich ein Bild auftaucht. Die speziellen Klammern, mit denen man jedes Blatt einzeln aus der Flüssigkeit nimmt und zum Trocknen aufhängt.
Ich vermisse sie, die Dunkelkammer.

Im Jugendalter wurde ein erstes Foto von mir veröffentlicht, und als junge Frau habe ich meine ersten Hochzeiten und Konzerte, sowie Akte von Freundinnen fotografiert. Manchmal habe ich meinen Vater zu Shootings (als Assistentin) begleitet oder mich (häufiger) auf einen Kaffee in seinem Studio eingefunden. Außerdem hat er mich zu Ausstellungen diverser Fotograf*innen-Größen geschleift.

Auf die Entwicklung zur digitalen Fotografie habe ich erst einmal ziemlich beleidigt reagiert. Ich habe für mehrere Jahre kaum mehr Fotos geschossen, als die analoge Fotografie zu teuer wurde. Glücklicherweise hat mein Mann dafür gesorgt, dass immer eine halbwegs up-to-date-Kamera im Haus war und irgendwann bin ich wieder eingestiegen.

Noch während meiner Lehrtätigkeit habe ich den Gewerbeschein gelöst und nebenbei professionell fotografiert. Nach meiner Kündigung beschloss ich - um meine technischen Lücken zu schließen und auch diverse digitale Möglichkeiten besser auszuschöpfen - eine fotografische Ausbildung zu absolvieren. Fündig wurde ich bei der LIK Akademie, an der ich 2021/22 den Lehrgang zur Mediengestalterin besuchte und mit Auszeichnung abschloss.

Im März 2022 ist schließlich mein Vater, nicht nur für mich ein Mentor in Sachen Fotografie, überraschend verstorben.
2023 habe ich mein eigenes Fotostudio gegründet. In Dankbarkeit für alles, was ich von ihm lernen durfte, und in guter Erinnerung an die vielen Stunden in seiner fotografischen Welt setze ich meine eigenen Schritte, und gehe meinen eigenen Weg.
Eingebettet in die wunderbare Welt des Dorfplatzes in St. Andrä-Wördern. Mit guten, inspirierenden Menschen, einer verbindenden Vision und tragender Struktur - www.dorfplatz-staw.net .. DANKE dafür!


INTERVIEW

Und wenn du bisher gelesen hast, und noch mehr erfahren möchtest oder einfach nur lesefaul, hier zum Abschluss ein Video :)
DANKE an Sabin Parzer für die Idee, Einladung und Durchführung!